14082018.

Das Elend des gestrigen Tages zusammen gefasst:

  • kotzender Hund (wieder vor mein Bett)
  • Ärger bei der Arbeit
  • niedergetretene Gladiolen (der Gärtner der Nachbarin war’s!)
  • Küchenumbau und die totale Nichtnutzbarkeit derselben
  • unkooperativer Stromkreislauf und das Herausspringen des FI-Schalters alle 5 Minuten
  • wirre Stromkreislaufschaltung, die die Küche an das Arbeits- und Nähzimmer koppelt, weswegen ich nicht arbeiten konnte
  • kein Kaffee gestern!
  • kein Kaffee heute!

Es kann jetzt nur noch aufwärts gehen.

***

Zum Frühstück jetzt Franzbrötchen.

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20072018.

Am gestrigen Abend ist irgendetwas in mir, das eh schon angeknackst war, weiter zerbrochen.

Ich war so wütend und aggressiv, dass es ein Wunder war, dass ich nichts zerstört habe. Zumindest keine Gegenstände. Ich bin laut, sehr laut, geworden. Wegen Nichtigkeiten. Der Mann hat, zurecht, den Rest des Abends nicht mehr mit mir geredet. Ich bin um Acht auf dem Sofa auf dem Balkon eingeschlafen.

Ich habe keine Ahnung, woher diese Wut kommt. Ich weiß nicht, wie ich sie abbauen kann. Ich ahne, dass sie auf Dauer mehr kaputt macht als mir lieb ist.

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(Die Kommentare sind seit Längerem aus Gründen hier abgeschaltet. Ich möchte nichts hören oder lesen. Schon lange bin ich der Überzeugung, dass ein Mensch auch das Recht hat, sich selbst ins Unglück zu stürzen.)

19062018.

Ich möchte schreiben, über die Dystopien in meiner Vorstellung aufgrund der politischen Lage*. Ich möchte schreiben, über die Unfassbarkeit, dass erneut und immer noch und immer wieder Kinder von Eltern getrennt werden. Ich möchte schreiben, über ertrunkene Menschen, die so viel (oder so wenig?) Hoffnung in sich trugen, dass sie ihre Reise wagten.

Ich möchte schreiben, über meine Wut, dass mittelalte Männer in Feinripp Weltuntergangsszenarien heraufbeschwören, weil sie Angst haben ihre Besitzstände zu verlieren, wie einst die Pharaonen, und die doch nichts für immer halten werden können. Diese Männer (und auch Frauen), die nicht verstanden haben, dass sie endlich sind, dass ihr Zenit überschritten ist, dass sie in ihrer kleinkarierten Kleingeistigkeit nie einen Zenit erreicht haben. Diese Unmenschen, die nicht verstanden haben, dass sie nicht Gott sind, dass auch ohne ihre Erlaubnis geliebt, gehofft, gestorben oder gelebt wird, gleich ob mit oder ohne passendes Gesetz.

Ich möchte schreiben, über meine Hilflosigkeit, wie gerne ich diese selbstgerechten Narzissten (mindestens) schütteln möchte, dass sie doch endlich zur Besinnung kommen, dass diese angstschürende Hetzpolitik Gift ist, dass es doch um Mitmenschlichkeit geht. Um nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ich möchte schreiben, etwas Differenziertes, Fundiertes, vielleicht sogar Hilfreiches, um dem Allem den Wind aus den Segeln zu nehmen, jedoch ich kann nur eingestehen, dass mir das alles (wieder diffus, die Gesamtsituation) Angst macht.

Also schreibe ich darüber.

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Immer wieder: Empört euch!

* (irgendwas Diffuses mit Bürgerkrieg, rechts gegen links, arm gegen reich, stadt gegen land, wegen mangelnder Ressourcen/Infrastruktur etc. – ich habe eine lebhafte Fantasie)

24052018.

Tage, an denen die Welt gut zu dir sein wollte, und du es nicht erkannt hast und einfach die a*schlochige Versagerin warst, die du halt bist, und deren Rolle du blind spielen kannst.

An den Tagen gehst du früh ins Bett und überlegst dir, wie es nur sein kann, dass alles so falsch in dir gepolt ist, dass du alles als Angriff auf dich und dein System empfindest, und ebenfalls AngriffAngriffAngriff als die vermeintlich beste Verteidigung nutzt.

An den Tagen gehst du auch früh ins Bett, um größeren Schaden abzuwenden, aber du kannst nicht erkennen, ob er nicht doch schon geschehen ist, und interpretierst nur rum und beim nächsten Mal wiederholt sich der ganze Schei*.

An den Tagen gehst du früh ins Bett, weil es in der Nacht und den Träumen anders ist, weil du fliegen kannst und wahlweise die Heldin, die Magierin oder beides bist, und weil morgen die Welt wieder anders aussieht. (Hoffentlich.)

17052018.

Nichts geschieht. Vielleicht ist es das, dieses Leben? Es mäandert vor sich hin, geht einfach weiter.

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(hier irgendwas geschrieben über den Einfluss auf das Leben, den wir vermeintlich haben oder eben nicht haben. Wieder gelöscht, das war selbst mir zu dunkel und schwarzseherisch.)

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Die Stimmung, meine Stimmung, ist eher unterirdisch dieser Tage. Wäre ich Poseidon, der olle Weltenerschütterer, hätte ich die Meere und ihren Grund schon durchgerüttelt.

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Wie führe ich ein zufriedenes Leben, wenn ich selbst nicht mit mir, und dem was ich mache, zufrieden bin? Wenn ich nicht im Frieden mit mir bin? Nicht zu befriedigen, nicht zu beruhigen, immer in innerer Unruhe schwinge?

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Nerven wie Drahtseile, bis zum Bersten gespannt.

04052018.

Wir renovieren weiter. Buddeln im Garten. Arbeiten. Ich schlafe schlecht. Fühle mich unendlich müde. Bin mit dem Arbeitsplatz immer unzufriedener. Bin vor allem mit mir selbst unzufrieden. Es ist ein Graus. Vergesslichkeit ist meine große Schwäche, vieles fällt hinten über. In dem Fall irgendwas mit Krankenkasse, Haustierregistrierung, Stundenabrechnung und Bewerbung.

Ich fühle wie mein Gehirn im Kopf hin und her schwappt, wie es gegen die Schädeldecke dotzt. Zuletzt oft Kopfschmerzen, Migräne, ich möchte nur liegen und zuhause bleiben.

Eine zersprungene Flasche roter Nagellack auf den Fliesen hinterlässt noch lange Spuren. Nichts ist schlecht, alles gut, nur eben die Mühen des Alltags.