06052018.

Diese Tage, die nach Flieder und Sonnencreme auf warmer Haut riechen, an denen man sich in unterhaltsamer Gesellschaft trifft, um zu tanzen und zu essen, Spaß zu haben, die Leichtigkeit und dieses besondere Flair zu erleben, das nur der Frühsommer bieten kann. Angefüllt mit Verheißung auf das, was kommen mag, so jung wie nie mehr in diesem Moment, in diesem Jahr, in diesem Leben.

Und jetzt liege ich hier und denke, dass mir die Zeit davon läuft und ich noch so viel machen will, und plötzlich habe ich es eilig, will, dass die Nacht vorüber ist, dass ich loslegen kann, dabei ist schon der Augenblick vorbei. Die Verlockung, die Jugend, die Leichtigkeit, so schön, so schnell, so flüchtig. Das erste Drittel liegt hinter mir, angefüllt mit allem was war und was sein wird.

Noch wird sie bei mir zu Besuch kommen, die Lockende, die Verheißungsvolle, die aussichtsreiche Zukunft. Wird mich besuchen, wenn der Flieder blüht und die Haut nach Sonne riecht. Gemeinsam werden wir altern, Versprechen einlösen oder auch nicht, sie wird sich seltener zeigen. Wird sich ändern, umbenennen, das Gewand der Erinnerung überwerfen.

Wenn dann, ganz am Ende, zwei weitere Drittel dieser Art stehen, will ich es zufrieden sein. (Möge ich mich an den schlechten Tagen daran erinnern.)

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