25102017.

Gestern wurde das Kleid geliefert und es ist zu groß. Der künftige Gatte teilte mir auf mein Lamento nur kurz angebunden mit, dass ihm das schon klar gewesen sei,  bei der Größe, die ich bestellt hätte.

Mein Erstaunen war durchaus groß. Seither kaue ich darauf herum und stelle fest, dass meine Körperwahrnehmung irgendwo in der Teenagerzeit stecken geblieben ist. Hier und da die berühmte Speckrolle, eher eine zu viel als zu wenig. Aussagen aus dem familiären Kreis, dass ich „schon immer ein kleiner Buddha gewesen sei“. Irgendwas von „wir waren schon immer eine grobschlächtigere Familie“. (*) Der Hang zum Couchpotato-Dasein, der dafür sorgt(e), dass ich eher weich und wabbelig bin als skinny-strong-toned-muskulös-whatever.

Ich nehme mich nicht so wahr wie ich – scheint es – nach außen wirke. Ich nehme mich als wandelnde weiche Speckrolle wahr, als eher ungeschlachtungeschickt, als zu groß mit breiten Schenkeln und dickem Hintern.

Wenn Sie mich in der Realität sehen würden, würden Sie in schallendes Gelächter ausbrechen, vermute ich. Das mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung übe ich noch.

Bis dahin schicke ich das Kleid zurück und warte auf die neue Version.

(*) Diäten waren ein ausschließlich theoretisches Thema für mich, für meine Mutter nicht. Durch Beobachtung habe ich da viel gelernt und daher nie ausprobiert. „diet“ kommt von „to die“ – davon bin ich überzeugt.

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