15062017.

Zu Beginn des Jahres, als ich körperlich und seelisch ziemlich kaputt gespielt gearbeitet war, nahm ich mir vor, dass sich etwas ändern muss. Nicht unbedingt konkrete Umstände, aber meine Einstellung zu den Umständen und dem, was mir so passierte. Ich überlegte mir, dass…nein, ich hatte die Sehnsucht nach mehr Abenteuer in meinem Leben, überhaupt nach mehr „Leben“ im Leben.

Mein Jahresmotto, legte ich fest, sollte also sein „mehr Abenteuer wagen“. Beschwingt setzte ich mich an meinen Arbeitstisch, malte ein Bild, ein sinniger Spruch „and so the adventure begins“ im Mittelpunkt, illustriert mit Motiven aus Alice im Wunderland und anderen Illustrationen. An die Wand genagelt und gut. Da hängt es seither und es hängt da gut, denn der Nagel ist sehr stabil.

Und ich fragte mich, wo bleibt denn jetzt mein Abenteuer? Ich wollte mich doch wieder wie Anfang 20 fühlen, unbesiegbar sein in einer Nacht voller Sterne, wenn über der Stadt diese schon wieder verblassen, die Sonne noch nicht sichtbar den Himmel färbt und man beseelt von Tanz, Alkohol und diesem Flirren im Bauch nach Hause hüpft. Wissend, hinter der nächsten Ecke wartet ein hübscher Junge, die beste Freundin, die nächste Aufregung oder alles zusammen.

Es wird sich nicht mehr anfühlen wie Anfang 20. Ich bin zehn Jahre älter und mein Mut, mich hineinzustürzen, ist durch Erfahrung gedämpft worden.

Ich habe „nein“ gesagt zu meiner bisherigen Lebensgestaltung und „ja“ zu der Ungewissheit, die da auftauchte und ausgehalten werden will. Viel freie Zeit, die viele kleine Spontanitäten erlaubt. Und große Ereignisse in Gang brachte. Wir haben uns einen kleinen bald großen Hund gekauft. Der zeigte uns plötzlich sehr deutlich, was wir wollen und was nun genug ist. Also haben wir uns jetzt auch noch ein Haus gekauft. Mit riesengroßem Grundstück und viel Platz.

Das Gefühl dabei ist „wooooaaaaaah“, atemberaubend mit Flattern und Flirren im Bauch. Da steht plötzlich der Einsame Berg vor mir, und in ihm warten Smaug, der Arkenstein unnd abermillionen Schätze. Ich kann es also doch noch, das mit dem Mut und den Abenteuern.

Man muss sich nur die Abenteuer aussuchen, die zur eigenen Größe passen.

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