04052017.

Im Buddhismus ist die Rede vom Weg der Mitte. Das Nirvana – oder auch die Erlösung – erreichen, indem man Extreme meidet. Ein Gleichgewicht finden, nicht zwischen den Dualen – negativen wie positiven – schwanken, im Lot sein. Jeder Aspekt des Lebens zu gleichen Teilen.

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In meinem Kopf geistern Lebensabschnitte, Verhaltensmuster, Erfahrungen, Gefühle, Erlebnisse wild durcheinander und es will mir vorkommen als könne ich nur die Extreme bespielen. Viel Geld versus kein Geld, Gesellschaft versus Einsiedelei, das Leben anlachen versus das Leben verdammen. Wechsel in kürzeren oder längeren Sequenzen, die mich mit Hoffnung füllen, ES jetzt gefunden zu haben und die mich geschlagen zurücklassen, mit einem dickem Schädel, blauen Flecken und neuen Wunden.

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Es bleiben die Abschiede von Menschen, die mal etwas bedeutet haben, Erinnerungen, die nicht zur Ruhe kommen und die Angst: alles falsch gemacht zu haben, schon wieder abhängig zu sein, keine Zukunft zu haben und zu wissen, dass langsam die Ideen ausgehen, was man noch mit diesem irdischen Dasein anfangen kann.

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Das Papier ist nicht mehr weiß. Es wird bedeckt von einem Koordinatenkreuz, dessen verzeichneter Graph deutliche Schwankungen aufweist. Kein Weg der Mitte.

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