Versagen.

Das Gefühl sagt: „Du hast versagt. Schon wieder.“

Die Psyche sagt: „Du bist nicht gut genug.“

Der Körper sagt: „Du bist zu schwach.“

Die Menschen um mich herum sagen: „Du musst dich ändern. Du musst an dir arbeiten. Du leistet nichts. Du entsprichst nicht unseren Erwartungen.“

Der Verstand sagt: „Jede Woche 8-10 Überstunden, kein Freizeit- oder Lohnausgleich, nach 2 Monaten eine Magenschleimhautentzündung, nicht auskuriert, nach 3 Monaten Schlafstörungen, nach 4 Monaten ein Migräneanfall mit Sichtfeldeinschränkungen, Übelkeit, Erbrechen, zudem Geräusche im Ohr, dauerhafte Kopfschmerzen.“

Die Seele sagt: „Ich will nicht mehr.“

Das Ich sagt: „Es muss irgendwie weitergehen, sonst stehe ich wieder ohne alles da.“

Dabei auf der Strecke bleiben: der Mann, die Lebensqualität, die Freude am Leben. Und ich.

Eine Minusrechnung, bei der alle verlieren.

Das ist der aktuelle Zustand.

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6 Gedanken zu “Versagen.

    1. Nein, leider keine Teilzeitregelung möglich. Überstunden werden erwartet. Vorhandene Strukturen lassen eine andere Arbeitsweise auch nicht zu, da sie nicht nur im Kleinen bestehen, sondern auch im Großen. Das macht es so frustrierend.

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    1. Ja, der Entschluss ist schon gefasst. Da ich aber das Geld brauche (ich bin eine dieser Menschen ohne Rücklagen), muss ich erst noch was Anderes finden.

      (Und mich zudem innerlich pämpern, dass ich keine Versagerin bin.)

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