Sprachlosigkeit.

Aus mir heraus dringt Sprachlosigkeit. Diskussionen gehe ich aus dem Weg oder lasse sie verbal dominierend verstummen. Mitgefühl findet in meinem Herzen statt, in meinem Denken, meinem Bauchgefühl. Es übertritt nicht die Schwelle, die meine Lippen bilden. Die Gedanken wirbeln in mir, es entstehen synaptische Verbindungen zu eigenem Empfinden und zu eigenem Erleben. Beides ist fehl am Platz, ob der Hilflosigkeit darüber, dass ich Situationen nicht zu ändern vermag. Oh, wie sehr ich mir wünsche, Lebensläufe umschreiben zu können. Menschen vor dem Leiden bewahren zu können. Der Sturm in mir lässt mich schwer atmen, lässt sich nur beruhigen indem ich bewusst anleite wie ich atme, um Knoten zu lösen und das Drängen zu beruhigen. In meinem innersten Kern weiß ich, bin ich überzeugt davon, dass Leiden unabdingbar ist, um Liebe und Mitgefühl erlernen und (er)leben zu können. Ohne Nacht würden wir den Tag nicht erkennen. Ohne Trauer nicht die Lebensfreude. Was mir bleibt, ist eine neue Lesart zu üben. Zu beobachten, wie viel Liebe und Mitgefühl die dunkelsten Stunden auslösen können und diese Silberstreife in mir zu verwahren. Und bei Gelegenheit weiterzugeben.

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