wieder Aufbrechen.

Es kommt aber auch zusammen, was zusammen kommen kann. Der Mann brachte gestern die Nachricht nach Hause, dass sein Arbeitsvertrag wohl vorzeitig beendet wird. Das Unternehmen, das ihn noch im August letzten Jahres innerhalb von 2 Wochen kennen lernte, unter Vertrag nahm und anfangen ließ, streicht nun knapp eintausend Stellen an diesem Standort. Den letzten beißen die Hunde. Uns bleibt Galgenhumor. Die Tränen sind in mir verschlossen. Gestern wollten sie sich kurz Bahn brechen, aber ich ließ es unter der Zuversicht des Mannes nicht zu. Die Lähmung in mir hält an. In der Kehle fühle ich den Knoten, der sie mir zuschnürt, und das Nervenkostüm ist dünn. Es geht nicht um Geld. Wir können von Erspartem vorerst gut über die Runden kommen. Es geht um…ankommen, wieder aufbrechen, suchen, wieder neu anfangen, wieder ankommen. Mir fehlt die Kraft, die Zuversicht, die Freude auf Neues. Ich kann nicht sagen, ob seine Energie für uns beide ausreichend ist. Sie wird es sein müssen. Die reinen Zahlen und Fakten sprechen, glaube ich, für uns. Die Gefühle sind mitgenommen von den letzten Wochen und schauen ziemlich bedröppelt in die Zukunft. Die Zweifel sind wieder da, irgendwo auf der Strecke sind das Vertrauen und die Leichtigkeit ausgestiegen. Wahrscheinlich verteilen sie Pusteblumen in der Luft und warten darauf, dass man sie abholt. Wartet auf mich, ich brauch noch ein bisschen Zeit. Und eine gute Straßenkarte.

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